• 27. September 2019
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Junge Schlesienforscher treffen sich in Görlitz

Unter dem Motto „Schlesien/Śląsk/Slezsko -grenzüberschreitende Forschung“ treffen sich am 29.-30. November bereits zum vierten Mal Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland, Polen und Tschechien, die zu Themen mit Schlesien-Bezug forschen.

Themen gibt es unendlich viele. Deutsch-polnische, deutsch-tschechische und polnisch-tschechische Beziehungsgeschichte,
Migrationsgeschichte, Biographien von Menschen, Orten, Gebäuden und Flüssen, Literatur- und Sprachgeschichte, Lokal- und Alltagsforschung, Wirtschafts- und Firmengeschichten, schlesische Motive in der Kunst – all diese und weitere Forschungsbereiche berühren Themen, die häufig räumlich auf die mitteleuropäische Region Schlesien/Śląsk/Slezsko bezogen sind.

Die Kultur und Geschichte dieser Region erlaubt vielfältige Perspektiven und Fragestellungen. Zur Themenpalette der Schlesien-Forschungen gehörten in den vergangenen Jahren zum Beispiel die mittelalterlichen Stadtschreiber, die gerichtliche Praxis in Mordfällen des 17. Jahrhunderts, die Oder als Erinnerungsort, die Geschichte der Migration aus Oberschlesien ins Ruhrgebiet, die Tuberkulose während der Zwischenkriegszeit und schließlich die Kulturhauptstadt Breslau 2016.

Diese Tagung möchte zu einem Überblick der laufenden Forschungen beitragen und eine grenzüberschreitende Vernetzung zwischen jungen Wissenschaftlern unterstützen.

Sie fand erstmals 2016 und dann 2017 in Herrnhut (Sachsen) statt, organisieirt vom Kulturreferat für Schlesien. Seit 2018 wird das Kolloquium als gemeinsame Veranstaltung der Kulturreferate für Schlesien und Oberschlesien abwechselnd in Görlitz und Königswinter organisiert. Kooperationspartner sind Haus Schlesien, das Dokumentations- und Informationszentrum für schlesische Landeskunde in Königswinter, und das Kulturwerk Schlesien aus Würzburg.

Die Tagung richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Doktoranden aller wissenschaftlichen Fachrichtungen.
Das Programm sieht thematische Sektionen mit Projektvorstellungen von ca. 20 Minuten vor. Die Tagungssprache ist
Deutsch. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Dank der Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien werden die Kosten für Reise, Unterkunft
und Verpflegung übernommen.

Die Tagung findet im Schlesischen Museum zu Görlitz statt.

Interessierte bewerben sich bis zum 31. Oktober 2019
mit einer kurzen Vorstellung ihres Forschungsthemas und
einem Biogramm (max. eine Seite) anmelden bei Agnieszka Bormann:
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2018 fand das Schlesien-Kolloquium im Haus Schlesien in Königswinter statt.
Teilnehmer kamen aus Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich und Frankreich.
Foto: Haus Schlesien